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Sonntag, 30. September 2012

Von Kaengurus, Geschwistern, Geistern und Pferden..

G'day ihr Lieben!

Auch die raue Wildniss der blauen Berge (die durch einen leichten Eukalyptusnebel tatsaechlich blau aussehen!) haben wir gut ueberstanden und viel erlebt.
Schon auf der Hinfahrt haben wir gemerkt, dass es noch Mal eine kalte Tour wird... je naeher man an die Blue Mountains kommt umso mehr Ski- und Snowboardverleihe haben wir am Strassenrand gesehen und einige Wahnsinnige waren tatsaechlich noch auf den letzten Trips des Jahres unterwegs.

Wir haben unsere erste Nacht dort auf einem wirklich tollen Campingplatz in einem von 16844132 Nationalparks verbracht. Das war ein schoener Wald, den man an nicht ganz so dichten Stellen zum Campen nutzen durfte und gespickt mit Feuerstellen und kleinen Haeuschen mit Kaminen, Tischen & Baenken und einem Dach ueber dem Kopf! Geteilt haben wir uns den Platz Mal wieder mit einigen Kaengurus, die dort rumliefen und gefressen haben.
Dieses Mal war's aber besonders cool - ich bin mit den Gedanken woanders Mal wieder in ein Kaenguru reingelaufen, genauer gesagt in eine Kaengurumama mit Kaengurubaby im Beutel. Das sah unglaublich suess aus, wie das kleine da rausgeguckt hat und immer wenn die Mutter sich zum Fressen nach unten gebeugt hat auch die Aermchen aus dem Beutel gestreckt und gefressen hat.



Dann haben wir einen Miniwalkingtrack zu den Kangara Walls gemacht.. ein Felsen der Blue Mountains, der recht steil abfaellt und so eine fast grade Felswand bildet.
Die Blue Mountains sind durchzogen von einige Fluessen, sodass sich tiefe Taeler und Schluchten bilden, die alle sehr stark bewaldet sind. Wenn man moechte kann man dort so einige Wochen mit sich und der Wildnis rumwandern, so wie das schon seit vielen tausend Jahren die Aboriginies hier gemacht haben.




Dann sind wir weitergefahren um uns die Jenolan Caves anzugucken.
Die Jenolan Caves sind eine Ansammlung von vielen, riesigen Hoehlen, die in die Berge dort gewaschen worden sind. Die Strasse fuert schon durch diesen Felsen, wo ein riesiger Bogen vom Wasser ausgespuelt worden ist. Der Traumzeitgeschichte der Aboriginies nach entstanden diese durch einen Kampf zwischen zwei Goettern, einem Riesentiger und einem grossen Fisch, der von dem Tiger gejagt worden und so bei seinem Mittagsschlaf gestoert worden ist. Bei der Flucht hat dieser dann die Fluesse in der Gegend geformt und dadurch sind eben auch die Hoehlen enstanden. Die Caves sind voll mit Stalakdingsen und Kristallen und alles in allem sehr beeindruckend.
Wir haben dort eine Nachttour gemacht... diese hatte das Thema 'Legends, Myths & Ghosts' und ich als kleiner Angsthase musste wirklich allen meinen Mut zusammennehmen um mich dort hineinzutrauen. So sind wir zu viert mit Guide, bewaffnet mit kleinen Lampen also Nachts in die dunklen Hoehlen gewandert und haben jede Menge Geschichten gehoert von mystischen Begegnungen, die ihm und anderen Guides und Besuchern dort passiert sind. Ich hab versucht immer nur mit halbem Ohr zuzuhoeren und mich auf die schoenen Hoehlen zu konzentrieren um das zu ueberstehen. Habe ich auch und es war wirklich toll da unten!



Weiter ging's nach Katoomba, einer Stadt die sich an einem der Highlights der Blue Mountains gebildet hat - der Three Sisters. Das sind drei schlanke Felsen, die nebeneinanderstehen und ihren Namen - Mal wieder- einer Traumzeitgeschichte verdanken. Dieser nach ist ein Aboriginievater mit seinen drei Toechtern durch diese Schlucht gegangen, in der ein Riese wohnt. Um zu testen, ob sie sicher ist ging er vor und bat seine Toechter an der einen Seite der Schlucht zu warten. Der Vater ging vor und die juengste Schwester liess einen Stein fallen. Der Riese ist natuerlich aufgewacht. Um seine Kinder zu schuetzen hat der Vater dann alle drei mit seinem Knochenzauberstab in Felsen verwandelt. Er selbst hat sich um dem Riesen zu entkommen in einen Vogel verwandelt. Leider hat er dabei den Zauberstab fallen lassen und sucht bis heute danach um sich und seine drei Toechter wieder zurueckzuverwandeln. :(

Dort sind wir jedenfalls mit einer Seilbahn ueber die Schucht gefahren, mit einer 52Grad steilen Eisenbahn den Berg runter, in der Schlucht durch den Regenwald gelaufen und dann mit einem Cable Car wieder nach oben. Alles hat wunderbare Aussichten ermoeglicht.


Die folgende Nadcht war ein wahrer Schock. 3x duerft ihr raten...
Richtig: SCHNEE! Kleine, weisse Flocken sind durch die Luft geweht, es war kaltkaltkalt und irgendwie verrueckt. Dass mir das Mal in Australien passiert haette ich vor 3 Jahre nie gedacht. Aber man soll ja niemals nie sagen und so ist es dann tatsaechlich auch gewesen.

Als schoenen Abschluss haben wir uns dann fuer 2,5 Stunden auf Pferderuecken geschwungen und haben die Blue Mountains auf dem Ruecken dieser irgendwie grossen und coolen Tiere erkundet. Wenn man ein mal drauf sitzt und so ein braves Schulpferd hat ist auch alles klaro, es hat auf jeden Fall viel Spass gemacht. Das Berge hoch und runterreiten ist aber gar nicht Mal so unanstrengend, auch wenn man die ganze Zeit getragen wird. Wenn man die komische Koerperhaltung im Sattel nicht gewohnt ist fuehlt es sich irgendwann eher verkrampft als locker an staendig im Sattel rumzustehen um dem Pferd das hochlaufen leichter zu machen. Andererseits wil man natuerlich auch nicht abgeworfen werden.
Naja, mein Pferd war eh tiefenentspannt. Immer so 20m hinter Heiko und der Reitbegleitung sind wir schoen gemuetlich im wiegenden Schritt schoen hueftbetont durch die Berge geschaukelt und haben natuerlich jede Moeglichkeit ausgenutzt das anscheinend sehr schmackhafte Gras zu kosten.

Nach diesem schoenen Bluemountainsabschluss ging es dann wieder Richtung Kueste.

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