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Sonntag, 30. September 2012

Frueher wohl schoener als heute - Byron Bay.

Da sind wir also angekommen. Im letzten grossen Stop in New South Wales, dem beruehmten Byron Bay!

Beruechtigt fuer seine tolle, lockere Atmosphaere, die originellen Einwohner und den superalternativen Lifestyle bin ich mit grossen Erwartungen nach Byron Bay gefahren. Das alles laesst sich dort ganz sicher auch finden- wenn man an den richtigen Stellen sucht.
Auf den ersten Blick ist Byron Bay naemlich eine zwar sehr schoene und auch entspannte Stadt, jedoch voll -vor allem mit Backpackern anstatt benannten Aussies - und halt ganz nett.

Schafft man es jedoch von der Hauptstrasse hinunter entdeckt man wohl noch etwas von dem beruechtigen Lebensgefuehl. Auf jeden Fall gibt es schoene Laeden, Ecken, einen schoenen Strand, teuren Restaurants und so weiter. Die Stadt ist also schon schoen, weiss etwas aus sich zu machen - nur viele Leute dort halten sich wohl fuer besonderer, als sie eigentlich sind.

Angeblich sind auch viele der Leute, die Byron Bay zu dem gemacht haben was es jetzt angeblich ist inzwischen weggezogen und haben sich etwas an der Kueste verteilt.
Hype und Hippie passt wohl doch nicht so ganz zusammen.

Hier in Byron haben wir uns auch fuer die kommenden Wochen etwas weiter festgelegt. Wir haben eine Segeltour gebucht, die uns 2 Tage und 3 Naechte zu den Whitsunday islands und dem Great Barrier Reef bringen wird :) Ausserdem haben wir die Moeglichkeit an einer Kanutour durch die Noosa Everglades - ein Nationalpark mit Regenwald, Fluessen und Seen teilzunehmen.

Jetzt geht es erst Mal auf in meine alte Heimat- Brisbane und in den wunderschoenen Staat Queensland <3

Zurueck zur Kueste!


Da ich ja mein Handy in Canberra hab liegen lassen war der eigentliche Plan nach Sydney zu fahren und dort eventuell ein neues zu kaufen.
Den ersten Teil des Plans haben wir auch ohne grosse Schwierigkeiten erfuellen koennen... ich hatte auch einen entsprechenden Laden ausgesucht, der leider wie vom Erdboden verschluckt zu sein schien. Er war einfach nirgendswo zu finden. Komisch.
Nur am Appletempel von Sydney sind wir immerwieder vorbeigelaufen -.-

Beim Weitersuchen habe ich dann erfahren, dass Nokia die Produktion von meinem Handy und seinem Nachfolger eingestellt wurde, also hat sich das Vorhaben von jetzt an auch erledigt.
Genervt von den schlechten Nachrichten, Sydney und dem Verkehr haben wir die Stadt dann auch recht fluchtartig wieder verlassen und sind bis nach Newcastle gefahren, wo wir am Hafen uebernachtet haben.
Da war es ziemlich schoen. Ein knapp 300.000 Einwohner grosses Staedtchen an der Kueste mit besagtem Hafen, der aber recht ruhig und entspannt ist.
Schoener Strand und Park am Wasser, viele kleine Hippielaeden und Restaurants. Sehr schoen :)

Uns hat es aber weiter nach Norden gezogen. In Port Macquarie haben wir wieder angehalten und das Wetter, was seit den Blue Mountains eigentlich ziemlich gut war, richtig genossen. Um der Mittagssonne zu entgehen haben wir erst einen Regenwaldspaziergang gemacht. Der war echt cool, ging ueber so einen Boardwalk, der zwischendurch knapp unter den Baumkronen entlang ging. Die Baume dort waren ziemlich cool und haben sich teilweise gegenseitig umschlungen. Da funktioniert dann der auessere als Parasit, der den fertigen Weg zum Licht ausnutzt und den Baum solange aussaugt, bis er abstirbt und nurnoch der Stamm als Stuetze dient. Sieht total irre aus!

Danach sind wir 2m weiter an den naechsten Strand gefahren (da konnte man auf dem gesamten Weg nach Norden auch einige schoene angucken!) und haben uns einfach hingelegt.Ein Traum!

Danach sind wir zum Koalahospital gegangen und haben eine Fuehrung mitgemacht. Zumindest haben wir die angefangen. Das hat naemlich nix gekostet und stand im Lonelyplanetreisefuehrer anscheinend als Supertipp und war daher auch entsprechend voll.
Aber man konnte einen Blick auf suesse, leider verletze Koalas erhaschen.
Die Menschen da kuemmern sich ehrenamtlich um im Strassenverkehr oder aehnlich verletzte Koalas, die gefunden werden. Einige, die in der Wildnis nicht mehr ueberleben wuerden behalten sie dann dort und fuettern mit Ergaenzungsessen, wenn sie nicht mehr genug Eukalyptus zu sich nehmen, oder Verdauungssachen haben oder so.

Von dort an war es tatsaechlich immer recht warm, das Wetter hevorragend so wie ich das von frueher gewohnt war. Schoen!

Von Kaengurus, Geschwistern, Geistern und Pferden..

G'day ihr Lieben!

Auch die raue Wildniss der blauen Berge (die durch einen leichten Eukalyptusnebel tatsaechlich blau aussehen!) haben wir gut ueberstanden und viel erlebt.
Schon auf der Hinfahrt haben wir gemerkt, dass es noch Mal eine kalte Tour wird... je naeher man an die Blue Mountains kommt umso mehr Ski- und Snowboardverleihe haben wir am Strassenrand gesehen und einige Wahnsinnige waren tatsaechlich noch auf den letzten Trips des Jahres unterwegs.

Wir haben unsere erste Nacht dort auf einem wirklich tollen Campingplatz in einem von 16844132 Nationalparks verbracht. Das war ein schoener Wald, den man an nicht ganz so dichten Stellen zum Campen nutzen durfte und gespickt mit Feuerstellen und kleinen Haeuschen mit Kaminen, Tischen & Baenken und einem Dach ueber dem Kopf! Geteilt haben wir uns den Platz Mal wieder mit einigen Kaengurus, die dort rumliefen und gefressen haben.
Dieses Mal war's aber besonders cool - ich bin mit den Gedanken woanders Mal wieder in ein Kaenguru reingelaufen, genauer gesagt in eine Kaengurumama mit Kaengurubaby im Beutel. Das sah unglaublich suess aus, wie das kleine da rausgeguckt hat und immer wenn die Mutter sich zum Fressen nach unten gebeugt hat auch die Aermchen aus dem Beutel gestreckt und gefressen hat.



Dann haben wir einen Miniwalkingtrack zu den Kangara Walls gemacht.. ein Felsen der Blue Mountains, der recht steil abfaellt und so eine fast grade Felswand bildet.
Die Blue Mountains sind durchzogen von einige Fluessen, sodass sich tiefe Taeler und Schluchten bilden, die alle sehr stark bewaldet sind. Wenn man moechte kann man dort so einige Wochen mit sich und der Wildnis rumwandern, so wie das schon seit vielen tausend Jahren die Aboriginies hier gemacht haben.




Dann sind wir weitergefahren um uns die Jenolan Caves anzugucken.
Die Jenolan Caves sind eine Ansammlung von vielen, riesigen Hoehlen, die in die Berge dort gewaschen worden sind. Die Strasse fuert schon durch diesen Felsen, wo ein riesiger Bogen vom Wasser ausgespuelt worden ist. Der Traumzeitgeschichte der Aboriginies nach entstanden diese durch einen Kampf zwischen zwei Goettern, einem Riesentiger und einem grossen Fisch, der von dem Tiger gejagt worden und so bei seinem Mittagsschlaf gestoert worden ist. Bei der Flucht hat dieser dann die Fluesse in der Gegend geformt und dadurch sind eben auch die Hoehlen enstanden. Die Caves sind voll mit Stalakdingsen und Kristallen und alles in allem sehr beeindruckend.
Wir haben dort eine Nachttour gemacht... diese hatte das Thema 'Legends, Myths & Ghosts' und ich als kleiner Angsthase musste wirklich allen meinen Mut zusammennehmen um mich dort hineinzutrauen. So sind wir zu viert mit Guide, bewaffnet mit kleinen Lampen also Nachts in die dunklen Hoehlen gewandert und haben jede Menge Geschichten gehoert von mystischen Begegnungen, die ihm und anderen Guides und Besuchern dort passiert sind. Ich hab versucht immer nur mit halbem Ohr zuzuhoeren und mich auf die schoenen Hoehlen zu konzentrieren um das zu ueberstehen. Habe ich auch und es war wirklich toll da unten!



Weiter ging's nach Katoomba, einer Stadt die sich an einem der Highlights der Blue Mountains gebildet hat - der Three Sisters. Das sind drei schlanke Felsen, die nebeneinanderstehen und ihren Namen - Mal wieder- einer Traumzeitgeschichte verdanken. Dieser nach ist ein Aboriginievater mit seinen drei Toechtern durch diese Schlucht gegangen, in der ein Riese wohnt. Um zu testen, ob sie sicher ist ging er vor und bat seine Toechter an der einen Seite der Schlucht zu warten. Der Vater ging vor und die juengste Schwester liess einen Stein fallen. Der Riese ist natuerlich aufgewacht. Um seine Kinder zu schuetzen hat der Vater dann alle drei mit seinem Knochenzauberstab in Felsen verwandelt. Er selbst hat sich um dem Riesen zu entkommen in einen Vogel verwandelt. Leider hat er dabei den Zauberstab fallen lassen und sucht bis heute danach um sich und seine drei Toechter wieder zurueckzuverwandeln. :(

Dort sind wir jedenfalls mit einer Seilbahn ueber die Schucht gefahren, mit einer 52Grad steilen Eisenbahn den Berg runter, in der Schlucht durch den Regenwald gelaufen und dann mit einem Cable Car wieder nach oben. Alles hat wunderbare Aussichten ermoeglicht.


Die folgende Nadcht war ein wahrer Schock. 3x duerft ihr raten...
Richtig: SCHNEE! Kleine, weisse Flocken sind durch die Luft geweht, es war kaltkaltkalt und irgendwie verrueckt. Dass mir das Mal in Australien passiert haette ich vor 3 Jahre nie gedacht. Aber man soll ja niemals nie sagen und so ist es dann tatsaechlich auch gewesen.

Als schoenen Abschluss haben wir uns dann fuer 2,5 Stunden auf Pferderuecken geschwungen und haben die Blue Mountains auf dem Ruecken dieser irgendwie grossen und coolen Tiere erkundet. Wenn man ein mal drauf sitzt und so ein braves Schulpferd hat ist auch alles klaro, es hat auf jeden Fall viel Spass gemacht. Das Berge hoch und runterreiten ist aber gar nicht Mal so unanstrengend, auch wenn man die ganze Zeit getragen wird. Wenn man die komische Koerperhaltung im Sattel nicht gewohnt ist fuehlt es sich irgendwann eher verkrampft als locker an staendig im Sattel rumzustehen um dem Pferd das hochlaufen leichter zu machen. Andererseits wil man natuerlich auch nicht abgeworfen werden.
Naja, mein Pferd war eh tiefenentspannt. Immer so 20m hinter Heiko und der Reitbegleitung sind wir schoen gemuetlich im wiegenden Schritt schoen hueftbetont durch die Berge geschaukelt und haben natuerlich jede Moeglichkeit ausgenutzt das anscheinend sehr schmackhafte Gras zu kosten.

Nach diesem schoenen Bluemountainsabschluss ging es dann wieder Richtung Kueste.

Montag, 27. August 2012

The Capital - Canberra!

Heute neigt sich der dritte Tag in dieser wunderschoenen Stadt dem Ende zu.
Wert haette gedacht, dass Canberra mich so begeistern wird? Ich nicht!

Um einen Kompromiss zwischen Melbourne und Sydney in der "Hauptstadtfrage" zu finden und die Bewohner der kleineren Staedte und Doerfer nicht als unwichtig erscheinen zu lassen, wurde 1913 also Canberra aus dem Boden gestampft. Von einem amerikanischen Architektenpaar geplant ist Canberra tatsaechlich gut durchdacht und sieht dabei noch schoen aus!
Alles ist hier recht modern, architektonisch sehr schoen und fuegt sich toll in die australische Buschlandschaft ein. Hier kann man es gut aushalten!

In der Stadt angekommen haben wir uns erst Mal mit Stadtsachen vergnuegt... einkaufen, essen, Kino. Das Canberra Centre, die grosse Mall hier, hat mich wieder ein Mal ueberrascht und ein paar lustige "Da war ich frueher immer"-Anfaelle ausgeloest. In dieser Mall habe ich leider auch mein Handy verloren/ bzw einfach irgendwo liegen lassen (ich bin tatsaechlich bloeeeed!!!).

Canberra

Canberra und Heiko (Habe ich Tannenzapfen schon erwaehnt?)

Canberra Centre
Heute haben wir uns tatsaechlich gebildert. Wir waren im Australien National Museum, was wirklich cool war. Mit sich drehenden Kinos und vielen lustigen Sachen konnte man auf spannende und interaktive Art und Weise das Land, die Leute und den Lifestyle (frueher auch Kultur genannt) kennenlernen.
 Das ist auch noch recht neu und das Highlight... KOSTENLOS! Supi :)

Der Innenhof des Museum - Australian Dream Garden

Die Heiko-Art das Museum zu geniessen.
Weniger modern und abgespaced dafuer aber nicht weniger eindrucksvoll war unser Besuch im Parliament House. Das teuerste Gebaeude Australiens hat 1,1Milliarden AUS$ gekostet und ist ganz schoen protzig!
Voll mit Marmor, Holztaefelungen, Polstern, Artworks, Portraets, Wandteppichen, Skulpurten, der Queen (natuerlich nur als Statue) etc. haben sich die Aussis da ein schoenes Gebaeude erschaffen um sich zu repraesentieren. Ich war ganz schoen geflasht. Da wurde wirklich an nichts gespart. Falls mich meine Politikerkarriere also zurueck nach Australien fuehrt kann ich mich auf beeindruckende Konferenzen freuen ;)

Das House Of Representatives - nicht im britischen Dunkelgruen, sondern einem echten aussie Eukalyptus ;)
Auch beeindruckend war hier die Offenheit. Man konnte einen Grossteil des Gebaeudes einfach so begehen, musste - anders als z.B. in der Commonwealthschwester England - durch nur einen Sicherheitscheck und hat sich wirklich nicht ausgeschlossen sondern eingeladen gefuehlt. Ein 'house of the people', wie unser Fuehrer (uebrigens auch alles kostenlos) oefter betont hat. Hat mir gefallen!
Auf dem Dach trohnt ein 80m hoher Fahnenmast, der auf dem Capital Hill (der Huegel in den das gesamte Gebaude eingebaut ist, damit die Politiker nicht auf Stadt herunterschauen) steht und als politisches Wahrzeichen von Australien gilt.

Heute nehmen wir dann schweren Herzens Abschied von Canberra und machen uns auf den Weg Richtung Norden in die Blue Mountains.
Das wird wahrscheinlich extrem kalt und mal wieder abenteuerlich...
Bei der naechsten Internetgelegenheit gibt es dann Berichte!

Die liebsten Gruesse aus Canberra,
Take care!
Lena

TGOR continued...

Australien: das Land der Schilder. Idiotensicher!



Weiter ging es also entlang der schoenen Straende Richtung Warrnambool und Port Fairy. Dort kann man EIGENTLICH wunderbar und ganz walfreundlich vom Land den Walen zugucken. Dort kommen naemlich im Winter der suedlichen Hemisphaere die Wale zum Kalben hoch... leider waren irgendwie an den zwei Tagen, die wir dort verbracht haben genau nichts zu sehen.
Auch unsere Reittour am Strand entlang fiel leider ins Wasser (HAHA), denn es hat zu viel geregnet und alles war aufgematscht.

Generell war ich geschockt vom Wetter. Es war unglaublich kalt (also zumindest fuer das Australien, was ich bisher kannte) und schon in den ersten 3 Tagen hat es mehr geregnet als in meinem gesamten Auslandsjahr in Brisbane. Unglaublich fuer mich!

Auf dem Rueckweg Richtung Osten haben wir noch einen alten Vulkan am Rande des Wegs erklommen.
Lustig fand ich, dass dann einfach zwischen zwei Orten und zwei grossen Strassen ein Nationalpark aufgemacht wird. Schon cool, wie hier versuchrt wird die natuerliche Schoenheit des Landes zu bewahren... Nationalparks gibt es wirklich viele!!

Tower Hill Vulkan...

... und die Aussicht in die andere Richtung!
Danach sind wir ungefaher vier Tage Auto gefahren.
Eigentlich wollten wir noch 1-2 Tage in Melbourne verbringen, das hat leider aber nicht geklappt. Ueberfuellte Strassen, unuebersichtliche Karten, volle Caravanparks und fuer unsere Art zu Reisen irgendwie schrecklich unpassende Stadt haben uns dazu getrieben die Stadt wieder zu verlassen.
Am Rande der australischen Alpen entlang sind wir also Richtung Hauptstadt gefahren.